Schwangerschaftswoche 5

5. SSW

In der fünften Schwangerschaftswoche (SSW) ist der Embryo noch durchsichtig. Noch in der gleichen Woche bilden sich die ersten Farbstoffe, welche später die Augen darstellen. Ebenso fängt das Herz an zu schlagen. Es schlägt ziemlich schnell, doppelt so schnell wie das von Mama. Auch die Nieren beginnen, sich zu entwickeln und zu wachsen. Das Neuralrohr verbindet sich mit dem Gehirn sowie mit dem Rückenmark. Außerdem wird ab dieser Woche Fruchtwasser produziert, welches sich in der Fruchtblase sammelt. Wie bereits erwähnt, wird das Baby dadurch geschützt — nicht nur gegen Druck, sondern auch gegen Lärm. Bis die Fruchtblase komplett entwickelt ist, dauert es in etwa noch drei Wochen. Bis dahin ist der Bauch von außen auch kaum sichtbar. Erst ab der achten Woche macht sich bei vielen ein kleines Bäuchlein bemerkbar. Bei korpulenten Damen wird man es weniger sehen als bei schlanken Frauen. Bei einem ersten Termin konnte der Arzt eventuell schon erkennen, ob eine Schwangerschaft vorliegt und alles in Ordnung ist. Der Embryo ist in dieser Woche etwa zwei Millimeter groß.

 

Was du in der fünften Schwangerschaftswoche tun musst

 

Wenn du erst in der fünften SSW bemerkst, dass du schwanger sein könntest, gilt der gleiche Rat wie in Woche vier. Da das Schwangerschaftshormon hCG ab der fünften SSW bereits im Urin nachweisbar ist, erzielst du mit einem Schwangerschaftstest aus der Drogerie nun gute Ergebnisse. Das Hormon ist im Morgenurin am konzentriertesten. Deshalb führst du den Test am besten morgens durch. Manchmal liegt jedoch trotz negativem Testergebnis eine Schwangerschaft vor. Um wirklich sicher zu gehen, solltest du einen Arzttermin ausmachen.

 

Ab jetzt musst du besser auf dich achten

 

Unabdingbar ist ein Verzicht auf Alkohol und Zigaretten, sobald du vor deiner Schwangerschaft erfahren hast. Allerdings wirkt das gegebenenfalls auf andere sehr auffällig, wenn du deine Gewohnheiten derart änderst. Falls du deine Schwangerschaft weiterhin geheim halten möchtest, solltest du eine Ausrede suchen. Geh einfach nicht mehr auf Partys und meide Veranstaltungen, an denen Alkohol ausgeschenkt wird. Das kann dich vor Fragen bewahren, die du zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beantworten willst.

Die ersten Wochen können mitunter ziemlich anstrengend sein. Die Hormon- und Stoffwechselumstellung sorgen für Müdigkeitsanfälle. Da dir wahrscheinlich auch übel wird, solltest du in deinem gewohnten Umfeld bleiben und es dir gemütlich machen. Das bedeutet nicht, dass du die ganze Schwangerschaft hindurch zu Hause bleiben musst. Die ersten Wochen tust du dir und deinem Baby etwas Gutes damit. Die kritische Phase ist etwa ab der 12. Woche vorbei. Danach hat sich der Körper umgestellt und es wird dir die nächsten Monate besser gehen.

 

Auf diese Dinge solltest du verzichten

 

Alkohol und Zigaretten sollten logischerweise auf der Tabuliste stehen. Neben diesen Suchtmitteln gibt es noch andere Dinge, die du ab jetzt vermeiden solltest. Das gilt beispielsweise für Kaffee, schwarzen Tee und Energydrinks. All jene Getränke mit viel Koffein darfst du generell in der Schwangerschaft meiden — besonders in den ersten Wochen. Kläre eventuell mit deinem Arzt ab, wie du die „Sucht“ so schnell wie möglich loswirst. Hörst du abrupt mit dem Koffein auf, schadet das eventuell deinem Kreislauf. Deswegen erwähne solche Dinge bereits beim ersten Termin, damit der Arzt einen optimalen Plan für dich erstellen kann. Passivrauchen ist in dieser Zeit auch gefährlich. Meide Lokale, in denen viel geraucht wird und halte dich viel an der frischen Luft auf. Wenn du berufstechnisch Chemikalien ausgesetzt bist oder eine hohe Unfallgefahr besteht, könnte der Arzt ein Beschäftigungsverbot aussprechen.

Manche Lebensmittel gehören vorerst auf die Tabuliste. Rohe tierische Produkte erhöhen das Risiko, dich mit Toxoplasmose zu infizieren. Eine solche Infektion würde auch deinem Kind schaden. Deshalb solltest du als Liebhaber von Sushi, Salami oder rohem Schinken vorerst eine kleine Pause einlegen. Rohes Gemüse und Obst darfst du natürlich reichlich zu dir nehmen — nachdem du es gründlich gewaschen hast.

 

Folgende Informationen benötigt dein Arzt

 

Dein Arzt oder deine Ärztin wird dich mit einem Ultraschallgerät untersuchen und schauen, ob das Baby bereits sichtbar ist. Wenn du ab der fünften SSW Woche deinen Termin hast, ist das zu 99% der Fall. Wird die Schwangerschaft bestätigt, benötigt der Arzt noch weitere Informationen von dir. Folgende Fragen werden meist gestellt.

 

  • Wann war deine letzte Periode?
  • Wie lange dauert dein durchschnittlicher Zyklus?
  • Hattest du bereits frühere Schwangerschaften oder Abtreibungen?
  • Gibt es in der Familie Erbkrankheiten oder leidest du selbst an einer Krankheit?
  • Nimmst du irgendwelche Medikamente ein?
  • Wann fand die Zeugung statt? (falls du dich erinnerst)

 

Einige Informationen davon sind notwendig, um den Geburtstermin zu ermitteln. Die anderen Angaben zeigen, ob eine Risikoschwangerschaft besteht. Bei früheren Fehlgeburten beispielsweise wird dir der Arzt zur besonderen Vorsicht raten und engmaschige Untersuchungen einplanen. Das gilt auch bei erstgebärenden Frauen über 35 Jahren. Wer eine Risikoschwangere ist, bekommt ferner die Möglichkeit, früher in den Mutterschutz zu gehen. Bei riskanten Vorgeschichten sollte sich die Mutter regelmäßig entspannen und keine schweren Tätigkeiten mehr ausüben. Ob ein Risiko vorliegt oder nicht, kann der Arzt bestätigen. Neben dem Ultraschall wird sicher auch ein Bluttest gemacht. Dieser bestimmt unter anderem deine Blutgruppe und deinen Rhesus-Faktor.

 

Deinen Körper auf die Schwangerschaft vorbereiten

 

Wie in der 4. SSW beschrieben, ist jetzt der ideale Zeitpunkt für leichten Sport gekommen. Falls du bereits viel Sport machst, kannst du ohne Probleme weitermachen — es sei denn, dein Arzt rät davon ab. Unabhängig davon, ob du nun viel an Körpermaßen zunimmst, solltest du dich um dein Bindegewebe kümmern. Spezielle Öle und Cremes helfen dabei, dass die Haut geschmeidig bleibt. Ohne Pflege riskierst du unliebsame Schwangerschaftsstreifen, die fast nicht mehr verschwinden. Nicht nur am Bauch, auch an der Hüfte und an der Brust machen sich diese Streifen bemerkbar. Leider gibt es kein Wundermittel, welches die Streifen zu 100% verhindert. Eine Schwäche im Bindegewebe ist meist genetisch bedingt. Generell können Massagen, Salben und spezielle Bäder aber helfen. Der Bauch wächst bereits, auch wenn du es noch nicht bemerkst.

 

Gesunde Ernährung tut dir gut

 

Sobald du von deiner Schwangerschaft erfährst, solltest du dich gesünder ernähren. Dein Arzt wird dir sagen, welche Vitamine du unbedingt benötigst und worauf du verzichten solltest. Falls du Vegetarier oder Veganer bist, wäre ein Gespräch mit einem Spezialisten empfehlenswert. Eine vegane Schwangerschaft ist möglich, sollte aber besonders begleitet werden. Auf jeden Fall musst du während der Schwangerschaft viel Wasser trinken. Der Gang zur Toilette wird zwar mehrmals am Tag nötig sein, aber dein Körper braucht das Wasser. Auf Nulldiäten darfst du ferner verzichten, ebenso auf viele Süßigkeiten. Gelüste sind ab und zu ok, doch übertreiben solltest du es nicht. Gesund ist solch eine Ernährung weder für das Baby noch für dich.

Setze besser auf viel Gemüse und weitere gesunde Nahrungsmittel. Versuche möglichst frisch zu kochen und auf Fastfood zu verzichten. Achte ebenso auf regionales, unbehandeltes Obst. Je natürlicher die Lebensmittel, desto gesünder ist die Nahrung fürs Kind. Ab jetzt isst du für zwei und dein Gast in deinem Bauch verdient das Beste vom Besten. Gesunde Ernährung ist nicht nur positiv für den Nachwuchs, sondern auch für deinen Körper. Je weniger du in der Schwangerschaft zunimmst, desto weniger musst du danach wieder abtrainieren.

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Schwangerschaftswoche 6

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